Auktionen Münzhandlung Sonntag

Auction 41  –  2 - 3 July 2024

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Auktionen Münzhandlung Sonntag, Auction 41

Ancient, German and World Coins and Medals

Tu, 02.07.2024, from 2:00 PM CEST
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Mo, 01.07.2024, until 5:00 PM CEST

Description

Hohenlohe-Neuenstein'sche Hauptlinie. Nach der Landesteilung von 1708. Neuenstein- Weikersheim. Karl Ludwig 1702-1756

Dicker Doppeltaler (4-facher Abschlag von den Stempeln des Halbtalers) 1742 -Nürnberg-. Stempel von P.P. Werner. Brustbild im Harnisch nach rechts / Dreifach behelmtes, fünffeldiges Wappen mit der Kette des dänischen Elefantenordens umlegt (1738 verliehen, da der Graf in erster Ehe mit der Schwester der dänischen Königin vermählt war), unten die Signatur des Münzmeister P.G. Nürnberger. Mit schrägem, händisch geschnittenem Kerbrand. Albr. 147, Dav. 2348. 58,30 g von größter Seltenheit - bislang kein Vorkommen oder Standort bekannt, vorzüglich Nach dem Tode von Graf Johann Friedrich von Neuenstein im Jahre 1702 traten dessen Söhne Karl Ludwig und Johann Friedrich der Jüngere die gemeinsame Nachfolge an, teilten 1708 aber die Herrschaft in die beiden Landesteile Weikersheim und Neuenstein-Öhringen. Karl Ludwig, am 23. September 1674 geboren, besuchte die Ritterakademie in Wolfenbüttel und schlug eine militärische Laufbahn ein. 1709 bezog er seine Residenz Weikersheim, ließ aber erst 1737 eigene Münzen im Wert eines Dukaten und entsprechende Achteltaler als Silberabschläge in Nürnberg prägen. 1742 erteilte der Graf dem bekannten Nürnberger Stempelschneider Peter Paul Werner (1689-1771) den Auftrag zur Herstellung eines Stempelpaares für Halbtaler. Die Prägung sollte der Münzmeister P.G. Nürnberger zum Anlass des 40-jährigen Regierungsjubiläums des Grafen durchführen. Um die Kosten für ein zusätzliches Stempelpaar für einen ganzen Taler zu sparen, wurden wenige Exemplare auf doppelt dicken Schrötlingen geprägt. Diese Dicktaler sind heute sehr selten, kommen aber gelegentlich (alle 20 Jahre) vor. Von äußerster Seltenheit ist der vorliegende dicke Doppeltaler von 1742, nun mit dem vierfachen Gewicht des Halbtalers geprägt. Wir konnten kein Auktionsvorkommen in den letzten 100 Jahren ermitteln. Schon 1842 beschrieb aber Joseph Albrecht solch ein Exemplar unter seiner Nummer 147. Julius und Albrecht Erbstein publizierten 1880 die Münzsammlung des Fürsten Friedrich Karl zu Hohenlohe-Waldenburg in Kupferzell und beschreiben den dort liegenden dicken Doppeltaler von 1742 unter der Nummer 102. Insofern konnten wir wenigstens einen (ehemaligen) Standort dieser Münze benennen. Vermutlich ist dies die seltenste hohenlohische Silbermünze überhaupt und fehlt in allen zur Versteigerung gekommenen Hohenlohe-Sammlungen.

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Bidding

Starting price 36'000 EUR
Estimate 40'000 EUR
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